Global denken, lokal handeln
Am vergangenen Freitag, den 8. August, besuchte der Kandidat der GRÜNEN für das Oberbürgermeisteramt der Stadt Münster, Tilman Fuchs, die NABU-Naturschutzstation Münsterland auf Haus Heidhorn. Die geschäftsführende Vorständin Dr. Britta Linnemann begrüßte Tilman Fuchs in Begleitung des Ratsmitgliedes Achim Specht auf Haus Heidhorn und nutzte die Gelegenheit, die Organisation der Biologischen Station sowie verschiedene Projekte mit Bezug zur Stadt Münster vorzustellen.
Zum Einstieg wurde der Standort Haus Heidhorn vorgestellt, der durch die Aktivitäten der NABU-Naturschutzstation Münsterland mit fünf teils barrierefreien Lehrpfaden, Umweltbildungsgarten und Erlebnisbiotopen inzwischen ein beliebtes Naherholungsziel in Münster geworden ist und sich für die Umweltbildung, Bildung für nachhaltige Entwicklung und das Angebot verschiedener Seminare zu Naturschutzthemen bestens bewährt hat. Dabei kam auch der bevorstehende Umzug der Büroarbeitsplätze nach Rinkerode zur Sprache. Weiterhin wurde auf die große Unterstützung der Arbeit der Biologischen Station durch viele Ehrenamtliche und Freiwillige im FÖJ oder BFD hingewiesen, die viele Tätigkeiten übernehmen, sei es bei ehrenamtlich unterstützten niederschwelligen Kartieraufgaben oder bei der praktischen Biotoppflege, wo regelmäßig Ehrenamtliche ihre persönliche Zeit in Form von Pflegeeinsätzen zur Verfügung stellen und z.B. Gehölze pflanzen oder wertvolle Heideflächen und Sandmagerrasen in Handarbeit pflegen.
Anschließend wurden einzelne von der Stadt Münster geförderte Projekte angesprochen und diskutiert. So stellte Dr. Thomas Hövelmann das Insektenschutzprojekt „Münster summt auf“ vor, dessen zweite Förderperiode Ende 2027 auslaufen wird. Weitere Themen waren der Kiebitzschutz und der Schutz von Gebäudebrütern wie Mauersegler und Mehlschwalbe. Derartige Maßnahmen können einen wichtigen Schritt darstellen, die Artenvielfalt in Münster zu erhalten und möglichst zu steigern, denn neben dem Klimawandel stellt das Artensterben eine mindestens genau so große und dringliche Herausforderung dar, die bei der nachhaltigen Entwicklung von Münster unbedingt Beachtung finden sollte, denn Biodiversitätsschutz ist praktizierte Daseinsvorsorge.
Tilman Fuchs zeigte sich beeindruckt von der geleisteten Arbeit der NABU-Naturschutzstation Münsterland und bot an, sich unabhängig vom Ausgang der Kommunalwahl bei Problemen an ihn und seine Partei zu wenden. „Der Arten- und Naturschutz in Münster liegt auch mir persönlich sehr am Herzen,“ so Tilman Fuchs, „und gehört für mich zu den wichtigen Themen für die Zukunft unserer Stadt.





