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Haus Heidhorn früher und heute – naturkundlicher Freitagsspaziergang am 19. Mai

04. Juni 2023

Ritter und Naturschutz: Am 19. Mai standen Haus Heidhorn und seine Vergangenheit selbst im Mittelpunkt des wöchentlichen naturkundlichen Spaziergangs. An diesem Freitag stellte Udo Wellerdieck, Teil des NABU-Bildungsteams und Naturgenussführer, das weiträumige Gelände rund um die NABU-Naturschutzstation Münsterland vor.

Haus Heidhorn hat eine weit zurückreichende Geschichte. Bereits im frühen 13. Jahrhundert verkaufte der Ritter Themo de Berle das Gut mit samt angrenzender Waldgebiete an ein hiesiges Kloster. Im Jahre 1844 erwarb der Kaufmann Josef Hötte das Gut und vermachte es später seinem Neffen Josef Hötte Junior. Dieser führte das Anwesen bis zu seinem Tod als Erholungs- und Altersheim für die Ordensschwestern der Göttlichen Vorsehung. In der Folgezeit übernahm die Heidhorn-Stiftung die Verwaltung des Hofes sowie seiner Ländereien. Seit den 70ern betreiben die Alexianer ein Altenwohnheim auf dem Grundstück. Im Jahre 2008 zog der NABU-Münsterland und seine gleichnamige Naturschutzstation in das ehemalige Schwesternhaus ein. Der ehemalige Schwesterngarten wurde als naturpädagogischer Garten neu aufgebaut. Seitdem ist der Hof von Haus Heidhorn nicht nur ein Ort zur Altenpflege, sondern auch ein Treffpunkt zur Erholung und Weiterbildung, der allen Menschen freizugänglich ist, kaum 2 km südlich von Hiltrup.

Der Spaziergang begann am Vordereingang der NABU-Station. Von dort aus führt das Treffen in das Arboretum des ehemaligen Klosters, wo verschiedensten Baumarten zu finden sind. Die nächste Station war der Hof hinter dem ehemaligen Schwesternhaus. Dazu wurden historische Zeichnungen der alten Bauten präsentiert.

Die Tour führte durch eine Eichenallee, mit Zwischenstopps an den Ruinen aus der Klosterzeit des Guts. Dabei wurden die Besucher über den Naturerlebnispfad des NABU geführt. Hier finden sich unterschiedliche Modellökosysteme und Wiesenflächen, welche der Naturschutzbildung dienen. Zum krönenden Abschluss besuchte die Gruppe die Gruft der Familie Hötte, welche sich bis zum heutigen Tage unter der NABU-Station befindet.

Text: Joshua Gerkens; der Bachelor-Student der Landschaftsökologie an der Universität Münster absolviert derzeit ein Praktikum bei der NABU-Naturschutzstation Münsterland

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