Am 18. Mai wurden unter der Leitung von Barbara Biesemann von der NABU-Naturschutzstation Münsterland zwei weitere Wildbienen-Stelen am Umwelthaus Münster in der Zumsandestraße aufgestellt. Diese und weitere Stelen (z. B. an der B-Side oder im Hansaviertel) dienen der Förderung und Stabilisierung der Wildbienenpopulation in Münster. Sie sind Teil des von der Stadt Münster geförderten Insektenschutz-Projektes „Münster summt auf“, das die Bedeutung der Artenvielfalt der Insekten und die Wichtigkeit von Biodiversität in den Fokus rücken soll.
Das Team aus Freiwilligendienstleistenden und Praktikant*Innen stellte die zwei kunstvoll gestalteten Stelen vor dem Eingang des Umwelthauses auf. Zwar wurden die Arbeiten von regnerischen Wetterbedingungen überschattet, dennoch kann sich das Ergebnis zeigen lassen. Die Stelen bestehen aus dem unbehandelten, abgelagerten Holz der Eiche, das wegen seiner enormen Härte, Witterungsbeständigkeit und edlen Maserung hochgeschätzt ist. Die Stelen wurden im Boden verankert, damit die verkehrssichere Stabilität gewährleistet werden kann. Attraktiv gestaltete Plaketten an den Stelen informieren über deren Zwecke und leiten über einen QR-Code zu weitergehenden Informationen weiter.
Sobald sonnige und warme Witterungsbedingungen eintreten, werden die Stelen voraussichtlich von Wildbienen angenommen und leisten durch zusätzliche Nist- und Rückzugsangebote einen wichtigen Beitrag zur Förderung und Stabilisierung ihrer Population. Die Nabu- Station wird den Erfolg der Nisthilfen in den kommenden Jahren evaluieren und den Erfolg der Maßnahme auswerten.
Weitere vom Hansaforum geförderte Stelen sind bereits an verschiedenen Stellen im Osten Münsters aufgestellt worden. Das Aufstellen der Stelen im öffentlichen Raum erforderte eine sorgfältige Planung und Koordination mit der Stadt Münster. Welche Auswirkung die insgesamt 11 aufgestellten Stelen auf die Population der Wildbienen in der Stadt hat, wird sich erst in den kommenden Jahren zeigen.
Text und Bilder: Aron Faßelt; der Bachelor-Student der Biowissenschaften an der Universität Münster absolvierte ein Praktikum bei der NABU-Naturschutzstation Münsterland

Machen sich gut rechts und links vor dem Eingang zum Umwelthaus in der Zumsandestraße: die beiden neuen Wildbienen-Stelen der NABU-Naturschutzstation Münsterland (Foto: Aron Faßelt)





