Der Herbst ist die Zeit der Ernte. Auch wenn der Vogelzug noch im vollen Gang ist, laden die länger werden Abende schon dazu ein, auf die Ergebnisse der Saison zurück zu blicken. Für alle ADEBAR 2 Aktive in NRW bedeutet dies, sich nun der Auswertung der in der Brutsaison gesammelten Daten zu widmen. Genau dies war Thema des ADEBAR Treffens für das Münsterland, das Aline Förster auf Heidhorn, dem Sitz der NABU-Station Münsterland am ersten Oktober-Wochenende organisiert hatte. Ralf Joest (NWO) stellte den Stand der ADEBAR Kartierung in NRW dar. Aline Förster (NABU Station MS), Jonas Brüggeshemke (DDA) und Johannes Freese (DDA) berichteten über den Stand der Kartierungen in Warendorf, Münster und Steinfurt. Dabei wurde auch das Vorgehen bei der Auswertung erläutert. Es konnten aber auch schon erste Ergebnisse gezeigt werden, die interessante Einblicke in die Entwicklung unserer Vogelwelt seit der letzten ADEBAR Kartierung von 20 Jahren geben. Auf der einen Seite sind deutliche Rückgänge bei Arten der Feldflur wie Kiebitz und Feldsperling zu erkennen. Auf der anderen Seite haben Arten wie das Schwarzkehlchen oder der Gartenrotschwanz im Münsterland deutlich zugenommen. Beim Waldkauz und insbesondere beim Austernfischer ist in Münster eine Einwanderung in den urbanen Raum zu erkennen. Interessante Ergebnisse, die schon jetzt zeigen, welches Potential in ADEBAR 2 steckt. Schon dies sollte Grund genug sein, weiter zu machen. Ein weiterer Grund ist aber der Austausch und die Zusammenarbeit mit Gleichgesinnten. Daher klang die Veranstaltung im Gespräch bei Kaffee und Kuchen im schönen Bauerngarten von Haus Heidhorn aus.
Für alle Interessierten bietet Ralf Joest (NRW-Landeskoordination ADEBAR) jeweils am ersten Mittwoch des Monats (wenigstens) ein Online-Meeting an, bei dem sich Kartierende über Auswertung und Ergebnisse austauschen können. Interessierte Vogelbeobachter*innen sind ebenso eingeladen. Anmeldung an: joest@nw-ornithologen.de





