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Besuch vom Umweltministerium MUNV NRW auf Haus Heidhorn

28. Mai 2025

Abwechslung von „grauer Theorie“

Nach einem „trockenen“ Theorietag am vorhergehenden Donnerstag mit Themen wie  FFH-Richtlinie und EU-Wiederherstellungs-Verordnung haben fünf junge Agrarreferendare am vergangenen Freitag, den 23. Mai, gemeinsam mit Peter Schütz vom MUNV, Referat Artenschutz, die NABU-Naturschutzstation Münsterland besucht, um sich über die Arbeit einer Biologischen Station zu informieren. Alle Teilnehmenden absolvieren zurzeit ihr Referendariat an verschiedenen Einsatzorten, z.B. auch der Landwirtschaftskammer, und haben zumeist ein Studium im Bereich der Agrarwissenschaften absolviert. 

Zunächst stellte Dr. Britta Linnemann, geschäftsführende Vorstandsvorsitzende der NABU-Naturschutzstation, einige Arbeitsschwerpunkte wie Erfassungen von Pflanzen und Tieren, Erstellung von Maßnahmenkonzepten, Biotoppflege, diversen Artenschutzprojekten, Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit vor. Ein Focus lag dabei auf Themen, bei denen sich häufig viele Berührungspunkte mit Land- und Forstwirtschaft ergeben, beispielsweise beim Kiebitzschutz. Auch über eine sinnvolle und bürokratiearme Ausgestaltung von Förderprogramme wurde diskutiert, die dazu dienen sollen, dem allgemeinen Rückgang der Artenvielfalt entgegen zu wirken. 

Im Anschluss gab es eine Führung über das Außengelände der NABU-Naturschutzstation mit den vielen Umweltbildungsangeboten und Lehrpfaden durch Dr. Thomas Hövelmann, bei dem verschiedenen Projekte und auch botanische Highlights verschiedener Lebensräume vorgestellt werden konnten. Man war sich einig, dass eine gute Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Naturschutz weiter intensiviert werden sollte, um gute Lösungen für die vielen Herausforderungen zu finden, denn es geht um nicht viel weniger als die Erhaltung unserer Lebensgrundlagen. 

Den Abschluss bildete ein Besuch an der ganzjährig beweideten Fläche in der Emmerbachaue bei den Konikpferden und Robustrinder-Rassen, die dort im Naturschutzgebiet durch die extensive Beweidung wertvolle Lebensräume erhalten und somit einen Hotspot der Artenvielfalt schaffen.

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